Mr. Nice – Howard Marks Biographie mit deutschem Untertitel

Der fünfundsechzigjährige Waliser Howard Marks hat sich die Lorbeeren des weltgrößten Marihuana-Dealers redlich verdient.

Nach eigenen Angaben kontrolliert der Gras-Papst zu seinen besten Zeiten zehn Prozent des weltweiten Marihuana-Marktes — das sind etwa dreißig Tonnen Cannabis und Haschisch.

Diese Spitzenleistung beschert ihm ab 1988 sieben Jahre All inclusive-Urlaub in Amerikas härtestem Knast.

In seiner zwanzigjährigen Dealer-Laufbahn soll Howard unter dreiundvierzig verschiedenen Identitäten auf dem gesamten Erdball unterwegs gewesen sein. Er verhandelt mit IRA-Aktivist James McCann oder dem Palestinenser Abou Hassan, pflegt jedoch gleichzeitig sein „Super-Daddy von nebenan“-Image.

Howards Werdegang ist nicht gerade typisch für ein walisisches Arbeiterkind. Er ist ein hervorragender Schüler und landet im September 1965 an der Elite-Uni von Oxford. Von dort aus baut er sich sein erstes Netzwerk auf.

Mitten im British Blues Boom macht Howard Bekanntschaft mit Marihuana. Bald verkauft er Gras an Kommilitonen, um seinen Eigenbedarf zu finanzieren. Als er seinen Abschluss macht, hat „Mr. Nice“ längst Geschäfte mit pakistanischen Schmugglern am Laufen.

Sein Meisterstück liefert er 1972 ab, als er offiziell einen Briefmarkenladen in London betreibt. Nebenbei zieht er die Event-Agentur „Lucifer“ auf und schmuggelt sein Gras im Equipment von Bands wie den Small Faces, Them oder The Kinks.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*