Warum Cannabis wirklich verboten ist | WALULIS

Alle benutzen es, aber es ist nicht legal – Cannabis. Die Droge ist in Deutschland immer noch verboten, obwohl immense Zweifel an diesem Verbot vorliegen. Warum ist Cannabis in Deutschland immer noch verboten? Wer hält das Verbot aufrecht und wie sieht der Kampf gegen das Verbot aus? All das haben wir uns angeschaut.

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Das Rauschmittel Cannabis ist in der Gesellschaft längst angekommen. In Popkultur, Medien und Filmen ist es längst akzeptiert. Sogar das ZDF fragt: “Warum ist Alkohol nicht verboten, Hanf aber schon?” Die ewige Diskussion! Ist Alkohol nicht viel gefährlicher als Gras? Gras macht die Leute hungrig und relaxed, Alkohol macht Menschen aggressiv und lässt sie erbrechen.

Historisch kommt das Verbot aus dem Konflikt zwischen den ersten Firmen, die Kleidung aus Kunststoff herstellen und Firmen, die ihre Kleidung mit Hanf herstellen. Ein Verbündeter der Kunststoffindustrie im Prohibitions-Ministerium fand einen Wissenschaftler, der ihm versicherte, Hanf sei schädlich. Diesen nahm er als Grund, den Konsum von Cannabis zu verbieten. Auch in Deutschland gibt es dieses Verbot seit 1929. Seit 1971 steht es im Betäubungsmittelgesetz.

Das Argument: Einstiegsdroge. Cannabis sorgt dafür, dass man Kontakt zur illegalen Szenen bekommt, weil man die Droge bei einem Dealer besorgen muss. So fällt es leichter, auch in Kontakt mit härteren Drogen zu kommen. Auch die Barriere des Konsums von härteren Drogen würde fallen. Aber zu sagen “Die meisten Menschen, die harte Drogen konsumieren, haben vorher Cannabis konsumiert.” ist wie zu sagen “Plüschhäschen müssen verboten werden, weil alle Crack-Huren früher mal einen hatten.” Und: Müssten Cannabis – Konsumenten nicht zu einem Dealer, sondern könnten ganz legal wie in Amsterdam zu Coffee – Shops gehen, wären sie nicht mehr auf die illegale Beschaffung angewiesen. Dann würde auch kein Kontakt mehr in die kriminelle Szene entstehen.

Blickt man jedoch auf andere Länder, die Gras bereits legalisiert haben, zeichnet sich ein anderes Bild: In den USA ist die Zahl der jugendlichen Marihuana Konsumenten (umgangssprachlich: Kiffer) nach der Legalisierung von „recreational Marihuana“ (umgangssprachlich: Weed/ Des Teufels Salat) nicht angestiegen. In Deutschland hingegen schon. Einen noch radikaleren Weg hat Portugal in seiner Drogenpolitik eingeschlagen: Dort sind nicht nur Cannabisprodukte legal, sondern sämtliche Drogen. Drogensüchtige gelten dort nicht als Verbrecher, sondern als Kranke. Das Geld für die Strafverfolgung wurde in Therapieprogramme umgeleitet.

Dennoch: Das Verbot wird bleiben. In die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen, FDP und CDU/CSU fand zwar tatsächlich die Legalisierung einen Weg in den Sondierungsvertrag, allerdings kam diese Koalition nie zu Stande. Stattdessen regieren jetzt mit Union und SPD zwei traditionelle Cannabis Gegner. Am Marihuana Status Quo wird sich also zumindest während dieser Legislaturperiode nichts ändern. Solange geht der Kampf ums Hanf weiter.

#walukifft #cannabis #groko

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